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Bisheriger Administrator kehrt ins Münsterland zurück

Maria Laach wählt neuen Abt – Pater aus Gerleve wird es nicht

Nach fünf Jahren unter kommissarischer Führung hat das Kloster Maria Laach wieder Aussicht auf eine dauerhafte Leitung. Turnusgemäß findet am Sonntag und Montag eine Abt-Wahl statt, bei der mehrere Optionen für die Leitung des Klosters möglich sind, wie die Benediktinerabtei in der Eifel der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mitteilte.

Die rund 30 wahlberechtigten Ordensangehörigen können einen Abt auf Lebenszeit oder für die Dauer von zwölf Jahren wählen. Möglich wäre auch, für drei oder sechs Jahre einen sogenannten Prior zu bestimmen.

Wer kann Abt werden?

Wahlleiter ist Albert Schmidt, Abtpräses der Beuroner Kongregation. Ein möglicher Abt muss zwischen 30 und 70 Jahre alt und seit mindestens fünf Jahren Mönch sein. Prinzipiell kann auch ein Benediktiner eines anderen Klosters Abt werden. Falls es wie 2014 wieder nicht zur Neubesetzung des Amtes kommt, erklärte das Kloster: „Unser Tagesgeschäft wird weitergehen - unabhängig davon, ob ein neuer Abt gewählt wird oder nicht.“

Der Vorsitzende des Freundeskreises der Abtei, Gernot Mittler, betonte auf Anfrage: „Aus unserer Sicht wäre es gut, wenn wieder ein Abt gewählt wird.“ Der frühere rheinland-pfälzische Finanzminister sagte: „Maria Laach braucht wieder Mitra und Krummstab, denn das Kloster ist ein auch symbolisch starker Ort für die gesamte Region.“ Mitra und Stab sind als Zeichen geistlicher Leitung in der katholischen Kirche Äbten und Bischöfen vorbehalten.

2014 war damaliger Abt nicht wiedergewählt worden

Pater Andreas Werner aus Gerleve.
Pater Andreas Werner aus Gerleve leitete die Abtei übergangsweise. | Foto: Christof Haverkamp

Das bekannte Kloster geriet im September 2014 in die Schlagzeilen, als die Wiederwahl des seit 2002 amtierenden Abts Benedikt Müntnich scheiterte. Zunächst führte Pater Albert Sieger das Kloster kommissarisch als Administrator. Er gab das Amt im Mai 2016 auf, woraufhin Pater Andreas Werner aus der münsterländischen Abtei Gerleve für drei Jahre zum vorübergehenden Leiter bestimmt wurde. Er wurde am Sonntag verabschiedet und kehrte nach Gerleve zurück.

Im Dezember hatte er der KNA gesagt: „Die Gemeinschaft hat den Wunsch an mich herangetreten, als Abt zu kandidieren, doch ich habe das abgelehnt.“ Der 1951 geborene Benediktiner nannte als Gründe sein Alter und viele anstehende Aufgaben: „Das Hotel muss saniert und erweitert werden, in die Gaststätte müssen wir investieren.“