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Ruhrgebiets-Initiative erhält den „Kumpel Award“ der CDA

Auszeichnung für „Friseure gegen Armut“ in Herne

Kostenlose Haarschnitte für bedürftige Menschen in Nordrhein-Westfalen organisieren die „Friseure gegen Armut“. Dafür haben sie den „Kumpel Award“ erhalten.

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Der Freundeskreis „Friseure gegen Armut“ hat den „Kumpel Award“ der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Herne verliehen bekommen. Seit zwei Jahren schneiden Friseure in dieser Initiative bedürftigen und obdachlosen Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen kostenlos die Haare. Mittlerweile gibt es 17 gelernte Friseure, die sich dort ehrenamtlich beteiligen.

Verliehen wurde der Preis beim Arbeitnehmer-Empfang der CDA im Pfarrheim der Gemeinde Heilige Familie in Herne-Holsterhausen. Die CDA hatte den „Kumpel Award“ erstmals vor einem Jahr an Organisationen verliehen, die sich sozial engagieren.

Arme Menschen bekommen eine Würde

In ihrer Laudatio hob die frühere parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Ingrid Fischbach (CDU), das außerordentliche Engagement der Initiative hervor: „Die Friseure greifen ehrenamtlich zu Schere. Sie geben Menschen eine Würde, die es sich sonst nicht leisten können, einen Friseur aufzusuchen.“ Es gehe dabei um mehr als nur einen Haarschnitt: die Bedürftigen bekämen mehr Selbstvertrauen. Außerdem hätten sie es mit der neuen Frisur oft leichter, einen Job oder eine Wohnung zu finden.

Stellvertretend für die Gruppe der Friseure nahm Kai Gruhlke als Initiator die Auszeichnung entgegen. „Wir sind kein reicher Verein, keine große Organisation, sondern eine familiäre Initiative ohne Fördermittel. Mit unseren Haarschneide-Aktionen möchten wir die Herzen der Menschen erreichen“, sagte Gruhlke.

Der Freundeskreis „Friseure gegen Armut“ bei der Preisverleihung. | Foto: Johannes BernardDer Freundeskreis „Friseure gegen Armut“ bei der Preisverleihung. | Foto: Johannes Bernard

Aktionen finden Gehör

Der Friseur aus Gelsenkirchen wertete die Auszeichnung als ein „schönes Zeichen, das die Aktionen Gehör finden“. Bislang gab es 118 Haarschneide-Tage in vielen Städten, so auch im Kolpinghaus im rheinischen Kerpen, der Geburtsstadt des Gesellenvaters Adolph Kolping.

Die „Friseure gegen Armut“ schneiden die Haare in sozialen Einrichtungen oder auch in Pfarrheimen. „Wenn uns ein Verband oder Organisation einen Raum zur Verfügung stellt, dann kommen wir“, sagte Gruhlke.

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