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Appelle aus den USA und aus Südkorea

Bischöfe mahnen USA und Nordkorea zu Diplomatie und Frieden

Der US-Bischof Oscar Cantu fordert mehr diplomatische Anstrengungen im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA. Zugleich richtete Kardinal Andrew Yeom Soo-jung einen Friedensappell an die Staaten Koreas und die internationalen Mächte.

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Der US-Bischof Oscar Cantu fordert mehr diplomatische Anstrengungen im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA. Die Gewaltandrohung von Nordkoreas Führung dürfe nicht „unterschätzt oder ignoriert“ werden, mahnte der Bischof von Las Cruces im US-Bundesstaat New Mexico in einem Brief an US-Außenminister Rex Tillerson. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur „Catholic News Service“.

Cantu, der dem Bischofsausschuss für Gerechtigkeit und Frieden vorsteht, warnte eindringlich vor einer militärischen Lösung des Konflikts. Die „hohe Gewissheit einer Katastrophe mit Tod und Zerstörung bei jedweder militärischen Aktion“ müsse die USA veranlassen, eine politische Lösung zu suchen. Dazu sei die Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft notwendig.

„Nukleare Abschreckung gewährleistet Frieden nicht“

Die Krise erinnere daran, „dass nukleare Abschreckung und somit eine gegenseitig gesicherte Zerstörung den Frieden nicht gewährleisten“, schrieb der Bischof. Stattdessen würden Spannungen verschärft und ein Rüstungswettlauf in Gang gesetzt. Staaten stationierten immer mehr Massenvernichtungswaffen, um andere Nationen einzuschüchtern.

Der südkoreanische Kardinal Andrew Yeom Soo-jung richtete einen Friedensappell an die Staaten der koreanischen Halbinsel und die international betroffenen Mächte. „Ich bete für Nordkorea, einer Entnuklearisierung auf der Halbinsel zuzustimmen, die bewaffnete Konfrontation aufzugeben und an den Verhandlungstisch zu kommen, um so die Spannungen zu lindern“, erklärte er zum bevorstehenden Nationalfeiertag. Er erinnert an die Unabhängigkeit Koreas von der Kolonialherrschaft Japans am 15. August 1945.

„Frieden als oberster Weg“

Yeom äußerte „tiefe Besorgnis“ über die nordkoreanische Nuklear-Krise. „Ich fordere die Führung auf, Frieden als obersten Weg zu betrachten und weiterzuverfolgen und unsere Gesellschaft auf den Weg zum Gemeinwohl zu führen.“ Frieden lasse sich nicht durch ein Gleichgewicht der Macht erreichen, sondern durch Aktivitäten, die auf Nächstenliebe basierten, so der Kardinal von Seoul.

Als Reaktion auf die Aussage von US-Präsident Donald Trump, Nordkorea im Ernstfall mit „Feuer und Zorn“ zu begegnen, hatte Pjöngjang mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht.

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