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„Mein Denkmal und ich“ (3) - Glaubensorte im Bistum Münster und die Geschichte dahinter

Das Wegekreuz in Meerhoog und August Boland

Wegekreuze, kleine Kapellen, private Heiligenhäuschen: Sie prägen die Landschaft des Bistums Münster. Jeder dieser besonderen Glaubensorte hat eine meist sehr persönliche Geschichte - und Menschen, die sie hegen und pflegen. Davon erzählt unsere Serie "Mein Denkmal und ich". Diesmal: das Wegekreuz in Meerhoog und August Boland.

Idyllischer kann ein Kreuz nicht stehen. Das schlichte Holzkreuz am Grenzweg in Mehrhoog ist mit 2,80 Metern von imposanter Größe. Gefertigt wurde es aus zwei massiven Holzbalken, versehen mit einem Schutzdach mit einem Kupferrahmen.

Der schlichte Christuskorpus aus Bronze, der den Gekreuzigten mit geschlossenen Augen und leiderfüllten Gesichtszügen darstellt, wird beschattet von einer wohl über hundert Jahre alten Kastanie mit imposantem Stamm. Die örtliche Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) erstellte das Glaubenssymbol im Jahr 1999.

Kreuze sind das wichtigste Symbol des Christentums. Sie erinnern daran, dass Jesus Christus am Kreuz von Golgata sein Leben für alle Menschen hingegeben hat.

Den Platz am Standort Grenzweg und Risswaldweg haben der inzwischen verstorbene Landwirt Willi Boland und seine Frau Ursel für das Wegekreuz hergegeben. Heute pflegt der 79-jährige August Boland, der seit 25 Jahren KAB-Mitglied ist und früher als Kraftwagenfahrer bei der Bundeswehr gearbeitet hat, diesen Platz um das Kreuz.

Buchtipp:
60 Bildstöcke, 60 persönliche Geschichten im Münsterland, im Oldenburger Land und am Niederrhein
Mein Denkmal und ich
Hardcover | 140 Seiten | 2,- Euro
ISBN 978-3-941462-30-4
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Seine Frau Hedwig kümmert sich um die Pflanzen rund um den besinnlichen Platz und pflegt den blühenden Schmuck in den sieben Blumenkübeln vor dem Kreuz. Als Mosaik ist die Angabe „KAB 1999“ in das kleinformatige Kopfsteinpflaster eingelassen.

Eine mechanische Pumpe mit Handschwengel sorgt dafür, dass stets frisches Wasser für die vielen Pflanzen fließen kann. Eine schlichte Holzbank neben der Pumpe lädt Vorübergehende zu einer kurzen Pause ein, in der sie vielleicht ein kurzes Gebet sprechen, Kraft für ihre nächste Etappe schöpfen oder einfach nur ein wenig ausruhen. Viele Erholungssuchende nutzen den bewaldeten Weg zu einem Spaziergang oder einer Fahrradtour.

„Es ist wichtig, dass hier ein Kreuz steht, dass der Mensch zur Ruhe kommt und sie hier findet“, sagt August Boland. „Am Tag der Kreuzerhöhung trifft sich die KAB. Es wird hier eine kleine Andacht gehalten, wir singen und beten an dem Kreuz“, erläutert er.

„Das Kreuz lädt mich zum stillen Gebet ein. Und solange ich gesund bin, pflege ich das Kreuz“, erklärt August Boland, der mit vielen Pokalen ausgezeichnete Langläufer, der auch heute noch regelmäßig für die Läufe trainiert.

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