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Zuwachs um 207.000 Euro auf 749.000 Euro

Deutlich mehr Spenden aus dem Bistum Münster für die Diaspora

Um mehr als ein Drittel sind die Spenden aus dem Bistum Münster für die Katholiken in der Diaspora gestiegen: Im Jahr 2016 gingen beim Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken rund 749.000 Euro ein. Das sind 207.000 Euro mehr als 2015.

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Um mehr als ein Drittel sind die Spenden aus dem Bistum Münster für die Katholiken in der Diaspora gestiegen: Im Jahr 2016 gingen beim Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken rund 749.000 Euro ein. Das sind 207.000 Euro mehr als 2015, als 542.000 Euro zusammenkamen.

Grund für das große Plus sind Einzelspenden. „Wir haben 2016 mehrere Einzelspenden im fünf- und sechsstelligen Euro-Bereich aus dem Bistum Münster erhalten, die zweckgebunden bestimmten Projekten zukommen sollten“, sagte der Geschäftsführende Vorstand des Bonifatiuswerks in Paderborn, Martin Guntermann, auf Anfrage von „Kirche-und-Leben.de“. Genauere Angaben zu den Spendern dürfe er aus Gründen des Datenschutzes nicht machen.

Plus ebenso bei den Kollekten

Neben dem außergewöhnlichen Zuwachs bei den Einzelspenden lagen 2016 auch die Ergebnisse der anderen Sammlungen für das Bonifatiuswerk über den Vorjahreswerten. Rund 111.000 Euro erbrachte im Bistum Münster die Kollekte am Diaspora-Sonntag für Katholiken in großer Minderheit in Nordeuropa, im Baltikum und in Teilen Deutschlands. 2015 waren 81.000 Euro gesammelt worden.

Dieser Wert schwankt von Jahr zu Jahr relativ deutlich. Ein Grund ist laut Guntermann, dass der Diaspora-Sonntag Mitte November gehalten wird, aber nicht alle Pfarreien die Kollekte noch im selben Jahr an das Bonifatiuswerk weiterleiten.

Die Erstkommunionkinder im Bistum sammelten rund 196.000 Euro für Kinder und Jugendliche in der Diaspora (Vorjahr 184.000 Euro). Die Firmlinge spendeten 83.000 Euro (Vorjahr 79.000 Euro).

Hilfe auch im Bistum Münster

Gelder des Hilfswerks flossen 2016 auch in die Diaspora-Gebiete im Bistum Münster im Norden des Oldenburger Landes. Mit 90.000 Euro unterstützte das Bonifatiuswerk Bauprojekte. Die Anschaffung von zwei „Boni-Bussen“ für flächengroße Pfarreien wurde mit 39.000 Euro gefördert. 9.000 Euro gingen in die Kinder- und Jugendseelsorge.

Insgesamt förderte das Bonifatiuswerk im vergangenen Jahr 827 Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum mit 15,1 Millionen Euro. Als herausragende Projekte nannte Generalsekretär Georg Austen vor Journalisten den Bau eines neuen Doms im norwegischen Trondheim, die Errichtung eines Gemeindezentrums auf Grönland und die Eröffnung eines neuen Exerzitienhauses in Berlin.

Laut Jahresbericht wuchs die Spendensumme 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 700.000 Euro auf 3,8 Millionen Euro an. Das Ergebnis der Kollekten blieb stabil bei 4,8 Millionen Euro.

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