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Aus Anlass der „Woche für das Leben“

Gespräch in Recklinghausen über vorgeburtliche Diagnostik

In diesem Jahr trägt die „Woche für das Leben“ den Titel „Kinderwunsch, Wunschkind, Designerbaby“. Darüber und über die Folgen aus der vorgeburtlichen Diagnostik gibt eine Veranstaltung in Recklinghausen Auskunft.

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In Krankenhäusern, Arztpraxen und kirchlichen Einrichtungen rund um Recklinghausen machen Plakate und Flyer auf eine Veranstaltung aufmerksam, die sich in erster Linie an junge Familien mit Kinderwunsch und an werdende Eltern richtet.

Unter dem Titel „Hauptsache gesund! – Und wenn es doch behindert ist?“ informieren am Mittwoch, 3. Mai, Daniela Müller vom Förderverein der Raphael-Schule Recklinghausen, Professorin Sabine Schäper von der Katholischen Hochschule Münster, Dr. Ralf Schulze, Chefarzt der Geburtshilfe am St.-Vincenz-Krankenhaus in Datteln, und Nicole Baden vom Caritasverband Recklinghausen über Methoden der vorgeburtlichen Diagnostik. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr in der Volkshochschule am Herzogwall 17 in Recklinghausen.

Ärzte und Berater informieren

Die Gesprächsrunde möchte zu Fragen, Sorgen und Entscheidungen rund um die vorgeburtlichen Untersuchungen Stellung nehmen und Ratsuchende informieren, wie Nicole Baden sagt.Die Caritas-Mitarbeiterin aus Recklinghausen leistet innerhalb der Schwangerschaftsberatung psychosoziale Beratung bei der vorgeburtlichen Dia­gnostik und hat die Veranstaltung vorbereitet.

„Die allermeisten Kinder – etwa 97 Prozent – kommen gesund zur Welt, und nur bei einigen kann in der Schwangerschaft schon eine Erkrankung oder Behinderung erkannt werden“, macht Baden auf die allgemeine Situation der Geburten und auf die möglichen Konfliktsituationen aufmerksam.

„Manche Frauen möchten auf jeden Fall wissen, ob das Kind eine Erkrankung oder Behinderung zeigt. Bei anderen erwartet das Umfeld, dass die Frau eine vorgeburtliche Untersuchung machen lässt“, sagtBaden. Die Expertin berät ergebnisoffen und möchte Frauen dabei begleiten, eine für sie und ihre Familie tragfähige Entscheidung zu treffen. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich, auf  Wunsch auch anonym.

Was tun bei auffälliger Diagnose?

„In Konfliktsituationen ist es eine große Hilfe, neben ärztlichem Fachpersonal auch Ansprechpartner für soziale Fragen und Ängste zu haben, die weit über medizinische Aspekte hinausgehen“, sagt Baden. Ratsuchende hätten Fragen wie: Welche Untersuchungen gibt es? Was sind die Risiken? Wie gehe ich mit meiner Sorge um, dass bei meinem Kind eine Krankheit oder Behinderung diagnostiziert werden könnte? Was geschieht nach einer auffälligen Diagnose?

Aber auch während der vorgeburtlichen Untersuchung kann die Zeit des Wartens zu einer Belastungsprobe werden. Nach der Diagnostik berät die Nicole Baden im Fall eines auffälligen Befundes die werdenden Eltern. „Es geht um die weitere Lebensgestaltung, um Fragen zur Partnerschaft, die Reaktionen der Familie und des persönlichen Umfeldes.“

Besprochen werde auch die Unterstützung nach der Geburt eines behinderten Kindes. Hilfestellungen geben die Beraterinnen ebenso, wenn das Kind durch eine Fehlgeburt, eine Totgeburt oder einen Schwangerschaftsabbruch verloren wird.

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