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Erster Begegnungstag im Bistum mit 32 Teilnehmern

Indische Priester und Ordensschwestern treffen sich in Telgte

Erstmals haben sich indische Ordensschwestern und Priester aus dem Bistum Münster zu einem Begegnungstag in Telgte getroffen.

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Insgesamt 32 indische Ordensschwestern und Priester aus dem Bistum Münster haben sich beim ersten Begegnungstag für indische Ordensleute getroffen. Der Tag stand im Zeichen von Begegnung, Austausch und Vernetzung. „Dem Bistum ist dies wichtig“, betonte Birgit Klöckner, Ordensreferentin in der Abteilung Orden, Säkularinstitute und Geistliche Gemeinschaften des Bistums Münster. Sie hat den Tag mit organisiert. „Die indischen Priester und Ordensleute haben einen großen Anteil an der Seelsorge. Dieser Tag ist gedacht als Wertschätzung und als Dank.“

Gleichzeitig sollte das Treffen der indischen Ordensschwestern und Priester Begegnungen, Gebet und Glaubensaustausch ermöglichen. Auch wollte das Bistum Münster erfahren, wie es den Menschen aus einem anderen Kulturkreis geht, was sie brauchen und sich wünschen, um sich heimisch zu fühlen.

Mehr als 180 Ordensleute aus Indien im Bistum

Die Idee zu diesem Ordenstag kam von den indischen Ordenschristen selber. Auslöser war eine Vesper beim Katholikentag im Mai in Münster, die sie als „Kloster zum Mitbeten“ gestaltet hatten. „Da haben wir erstmals gesehen, dass es über 180 Ordensleute aus Indien im Bistum gibt“, berichtete Pater Ephrem. Er wohnt in einem kleinen Benediktinerkonvent mit zwei indischen Mitbrüdern in Telgte und ist seit einem Jahr auch im Ordensrat tätig. Die Vesper sei ein so tolles Erlebnis gewesen, dass der Wunsch nach einem Begegnungstag für indische Ordensfrauen und -männer geäußert wurde. Einen Ordenstag für alle Orden unterschiedlicher Nationalitäten gibt es bereits im Bistum Münster.

„Wir vom Ordensreferat haben uns dann zusammen mit dem Ordensrat entschieden, diesen Tag durchzuführen“, erläutert Klöckner. Der Ordensrat, vertritt die Anliegen und Interessen aller Ordensleute und Mitglieder von Säkularinstituten im Bistum Münster. Neben Pater Ephrem ist noch Schwester Milta von indischer Seite dabei. Sie sind die Sprecher der über 180 indischen Ordensleute aus 25 Kongregationen, die im Bistum Münster tätig sind.

In Pfarreien, in der Kranken- und Altenpflege aktiv

In unterschiedlichen Bereichen des Bistums sind die indischen Ordenschristen aktiv: Die Ordensmänner arbeiten als Priester in den Pfarreien, die meisten Schwestern in der Kranken- oder Altenpflege, einige auch als Küsterinnen und Pförtnerinnen oder im Internat auf der Loburg im Kreis Warendorf, wie Schwester Milta. „Mit Propst Michael Langenfeld haben wir zu Beginn einen Gottesdienst in der Marienbasilika gefeiert, bevor wir mehr über Telgte und seine Geschichte als Wallfahrtsort erfahren haben“, berichtete Schwester Milta.

Am wichtigsten war ihr, „Energie zu tanken, sich auszutauschen und einander kennenzulernen.“ Nach der Besichtigung der Krippenausstellung im „Religio“, dem Westfälischen Museum für religiöse Kunst in Telgte, kamen alle Teilnehmenden erneut bei Kaffee und Kuchen zusammen und waren sich einig: So einen Tag sollte es öfter geben.

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