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Verband: Zuwanderung über Kriterien planbar steuern

Kolping im Bistum Münster fordert Einwanderungsgesetz

Das Kolpingwerk im Bistum Münster fordert ein Einwanderungsgesetz. Es brauche feste Kriterien, um die Zuwanderung nach Deutschland transparent, planbar und gemäß den Notwendigkeiten zu steuern, sagte der Kolping-Diözesanvorsitzende Harold Ries.

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Das Kolpingwerk im Bistum Münster fordert ein Einwanderungsgesetz. Es brauche feste Kriterien, um die Zuwanderung nach Deutschland transparent, planbar und gemäß den Notwendigkeiten zu steuern, sagte der Kolping-Diözesanvorsitzende Harold Ries am Dienstag nach Verbandsangaben.

Mit den Kriterien eines Einwanderungsgesetzes könne auch „besser zwischen Asyl und wirtschaftlichen Gründen unterschieden werden“, so Ries. Arbeitssuchende wären nicht mehr auf illegale Einwanderung und Schlepper angewiesen. Zugleich müsse die Gesellschaft akzeptieren, dass „Deutschland ein Einwanderungsland ist und wir wirtschaftlich und demografisch darauf angewiesen sind“.

Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Ein Einwanderungsgesetz müsse auch regeln, was mit Flüchtlingen geschehe, die monate- oder jahrelang in Deutschland leben, mahnte Ries. Er konstruierte den Fall eines nur geduldeten, aber integrierten Flüchtlings, dessen Asylgesuch schließlich abgelehnt werde, weil zum Beispiel sein Herkunftsland als sicher gilt. Gäbe es entsprechende Kriterien eines Einwanderungsgesetzes, hätten solche Menschen „eine Chance in Deutschland – und wir würden sie als wichtige Fachkräfte behalten“.

Auch brauche es Regeln für den Familiennachzug. Der Fokus eines Zuwanderungsgesetzes müsse darauf liegen, die Menschen in den Arbeitsmarkt einzubinden, sagte der Kolping-Vorsitzende.

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