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Dalla Torre neuer Statthalter

Malteserorden wählt nach Krise Italiener zum Übergangsleiter

Der Malteserorden hat nach seiner Leitungskrise einen neuen Statthalter gewählt. Wie der Orden in Rom bekanntgab, wählte der sogenannte große Staatsrat den 72-jährigen Italiener Fra Giacomo Dalla Torre als Übergangsleiter für ein Jahr.

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Der Malteserorden hat nach seiner Leitungskrise einen neuen Statthalter gewählt. Wie der Orden in Rom bekanntgab, wählte der sogenannte Große Staatsrat den 72-jährigen Italiener Fra Giacomo Dalla Torre als Übergangsleiter für ein Jahr. Dalla Torre soll den Orden während interner Reformen und bis zur Wahl eines neuen Großmeisters führen. Der vorherige Großmeister, der Brite Matthew Festing, war nach ordensinternen Konflikten im Januar auf Druck von Papst Franziskus zurückgetreten; vorübergehend übernahm der Österreicher Ludwig Hoffmann-Rumerstein die Leitung.

Wie der Orden weiter mitteilte, wurde Papst Franziskus über die Entscheidung für Dalla Torre informiert. Erst danach habe man die Wahl des Statthalters auch den übrigen internationalen und nationalen Leitungsinstanzen der Malteser sowie den 106 Staaten mitgeteilt, mit denen der völkerrechtlich souveräne Orden diplomatische Beziehungen unterhält.

Konflikt mit dem Vatikan

Vor Festings Amtsverzicht hatte es einen Konflikt mit dem Vatikan über die Amtsenthebung des deutschen Ordenskanzlers Albrecht von Boeselager durch Festing im Dezember gegeben. Franziskus setzte von Boeselager nach einer Untersuchung des Vorgangs wieder in sein Amt ein. Zudem ernannte er Kurienerzbischof Angelo Becciu zum Sonderbeauftragten für den Orden, der diesen auch bei den Reformen begleiten soll.

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