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Katholikentagsgottesdienst mit Kindergartenkindern

„Suche Frieden“ auch für Steppkes

Das Motto des Katholikentags sei gut und knackig – das hört man oft in Münster. Ein besonderer Gottesdienst hat versucht, es auch Dreijährigen verständlich zu machen.

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Wie bringt man Kindergartenkindern das Motto des Katholikentages nahe? Immerhin - für Dreijährige ist Frieden ein abstrakter Begriff. Aber was Streit und Schuld ist, das wissen die meisten auch in diesem Alter schon. Und genau da setzte der Gottesdienst an, mit dem Sabine Orth und Josefa Rolfes vom Bischöflichen Offizialat in Vechta am Samstagnachmittag Kinder für das Thema zu interessieren versuchten. Das Thema lautete: „Was ist Frieden?“

Wie es gelang? Zum Beispiel mit der Bildergeschichte von Leon und Clara, beide drei Jahre alt. Davon, wie Clara den Legoelefanten aus dem obersten Regal holen will, obwohl Leo ihr das verboten hat. Wie die Figur dabei zu Bruch geht und wie sie immer wieder beteuerte: „Ich war das nicht!“. Wie sie sich streiten und versöhnen  und schließlich gemeinsam aus den Legosteinen neue Tiere bauen.

Eine Geschichte hilft verstehen

Etwa ein Dutzend Familien mit Kindergartenkindern waren dazu in den Gymnastikraum des Hauses der Familie gekommen. „Wir haben uns ganz bewusst für diese Veranstaltung entschieden“, erklärt eine Familie aus Mainz, die mit ihren drei Kleinen auf Papphockern zusammensitzt. „Auch, um in all dem Trubel draußen mal einen Ruhepunkt zu haben.“


Kinder und Eltern hörten der Geschichte aufmerksam zu. | Foto: Michael Rottmann

Gebete, Geschichten und Lieder sollen den Kindern ein bisschen etwas von dem vermitteln, um was es beim Katholikentagsmotto geht, betont Sabine Orth. „Schon die Kleinen können verstehen, dass es gut ist, immer wieder aufeinander zu zu gehen“.

Eine Musikband der St.-Gertrud-Gemeinde Lohne sorgte für die musikalische Begleitung. Sie hatte auch schon am Vormittag bei einem Friedensgottesdienst speziell für Grundschulkinder gespielt. Dabei sollte die Kinder Puzzleteilten zum Thema gestaltet. Eines hatte seines einfach ganz rot angepinselt, berichtet Sabine Orth. „Als Zeichen für Liebe“.

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