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"Dom-Gedanken" ab 17. August - kirchensite.de überträgt live

Vorträge über zeitgemäße Solidarität in Münsters Kathedrale

Die diesjährige Vortragsreihe Dom-Gedanken im St.-Paulus-Dom zu Münster steht unter dem Leitwort "Warum solidarisch?" Mit dieser Frage setzen sich vom 17. August bis zum 14. September immer mittwochs um 18.30 Uhr fünf Referenten auseinander.

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"Solidarität ist für viele Menschen kein Wert mehr", stellt Dompropst Kurt Schulte provozierend fest. Grund genug, die diesjährige Vortragsreihe Dom-Gedanken im St.-Paulus-Dom zu Münster unter das Leitwort "Warum solidarisch?" zu stellen. Mit dieser Frage setzen sich vom 17. August bis zum 14. September immer mittwochs um 18.30 Uhr fünf Referenten auseinander. kirchensite.de überträgt alle Vorträge live im Internet.

"Die Frage nach der Solidarität ist Titel unserer Veranstaltungsreihe, weil sie in unserer Gesellschaft immer öfter und immer lauter gestellt wird", erklärt der Dompropst. "Meist muss sich eher der rechtfertigen, der sich solidarisch verhält, als der, der es nicht tut." Hinterfragt und oft genug in Frage gestellt werde beispielsweise Solidarität mit Flüchtlingen, Solidarität zwischen den Generationen oder mit Hartz-IV-Empfängern, ebenso aber auch die weltweite Solidarität mit ärmeren Ländern.

"Die Dom-Gedanken sollen berechtigten Fragen Raum geben, aber auch Antworten geben auf die Überlegung, wie zeitgemäß Solidarität heute noch ist, ob sie angesagt oder abgeschafft ist – nicht nur bei Christen", betont Schulte. Zugleich wolle man bewusst die christliche Position zur Solidarität in die gesellschaftliche Diskussion einbringen.

Den Auftakt der Dom-Gedanken gestaltet am 17. August Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, zum Thema "Die Welt als Solidarsystem – eine Utopie?".

Am 24. August spricht Thomas Straubhaar von der Universität Hamburg über "Diversity und Solidarität".

Mit "Solidarität in Europa – enttäuschte Hoffnung?" beschäftigt sich am 31. August Armin Laschet, Chef der CDU in NRW und Fraktionsvorsitzener im Landtag.

Am 7. September setzt sich Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries, mit "Migration und Solidarität" auseinander.

Zum Abschluss der Reihe widmet sich am 14. September Armin Nassehi von der Ludwig-Maximilians-Universität München dem Thema "Wir schaffen das! Politik zwischen konkurrierenden Solidaritäten".

Natürlich solle Solidarität bei den Dom-Gedanken nicht nur beredet, sondern gelebt werden, betont Schulte. Daher hätten sich die Veranstalter entschlossen, mit einer Türkollekte bei jedem der Termine die gemeinsame Sommeraktion von Caritas International und der Diakonie Katastrophenhilfe zu unterstützen. Diese komme "den Menschen in Somalia und dem Südsudan, die unter Krieg, Verfolgung und einer massiven Hungersnot leiden", zugute.

Im Anschluss an die Vorträge sind die Besucher zu einem offenen Empfang auf dem Domplatz eingeladen.

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